Turnfahrt 2005 - Entlebuch
(Flühli, Silwängen, Salwideli, Sörenberg, Schwanderalp - Flühli)

- die Zusammenfassung -


es hat Spass gemacht, die Reise zu planen und noch viel mehr, diese auch durchzuführen ...

Die beiden Organisatoren Armin Brack und Jürg Gutzwiller haben die diesjährige Turnfahrt unter das spannende Sujet Tarzan meets Männerriege Zeglingen gestellt und auch die einzelnen Aktivitäten darauf abgestimmt.

Glücklicherweise wurde unser Reiseziel nicht von den verheerenden Unwetterschäden betroffen. Einzig die An- resp. die Rückreise musste sorgfältig geplant werden.



Die Reise begann pünktlich um 06:34 Uhr mit der Abfahrt des Zuges nach Olten. Nach kurzem Aufenthalt ging die Reise weiter über Bern, Schüpfheim, Flühli nach Flühli-Hirsegg, wo uns der Buschauffeur aussteigen liess.

Zuerst die Schuhe wechseln, danach das Marschtenü erstellen und los ging es bergwärts zum ersten Zwischenhalt "Schlüchtli". Die Sonne zeigte sich bei bester Laune und die Landschaft bot herrliche Perspektiven. Der Rastplatz bot genügend Schatten und wir hatten genügend Zeit, den Puls auf normale Betriebsschläge erholen zu lassen.

Nun folgte der ruppige Anstieg nach "Bärsili". Der Weg führte auf einem schmalen Pfad steil hinauf. Von dort begann die wunderschöne Höhenwanderung nach Silwängen (1569m). Den obligatorischen Gipfelwein genossen wir bereits auf dem "Unteren Gummen" (1449m). Kurz vor unserem Mittagshalt auf Silwängen durchquerten wir das Hochmoor. Es bot den Männern ganz spezielle Einblicke in die Natur, auch wenn es dank der warmen Temperaturen eher trocken als feucht war.

Frau Schnyder und Ihre Familie liessen uns anschliessend die Anstrengungen der Wanderung schnell vergessen. Die ausgezeichnete n Älplermakronen oder die Alternative Härdöpfelsalat mit Rauchwürsten schmeckten zum kühlgestellten Bier hervorragend. Vor dem "speziellen" Kaffee stiegen wir in das Höhlensystem, welches vor rund 20 Jahren, beim Bau des Stall's gefunden wurde, hinab. Unter kundiger Leitung erfuhren wir einige interessante Informationen zu diesem 150 Meter langen Stollen. In der Kühle von 12 Grad entdeckten wir die bizzaren Formen der Kalkablagerungen (Stalaktiten und Stalagmiten). Nach 30 Minuten Forschertum kletterten wir die steile Metallleiter hinauf in den Sonnenschein und genossen den "Höhlenkaffee" von Silwängen. Rechtzeitig, bevor die Ersten sich zum Schlafen legten, ging die Wanderung weiter nach Salwidili (auch Salwideli). Zum Glück konnten wir die Alpwirtschaft "Schlund" ebenfalls noch berücksichtigen, denn bei Einigen hatte sich bereits nach einigen Momenten ein akuter Wassermangel angezeigt (Anm. des Redaktors: dies bedeutet auch einen relativ grossen Leistungsverlust!). Das letzte Stück zu unserem Zielort, der Bergwirtschaft Salwideli (1353m), verlief ohne weitere besondere Vorkommnisse.

Werni Wyss begrüsste uns und teilte die Zimmer resp. das Nachtlager zu. Alle hatten nun genügend Zeit, sich zu duschen, den Flüssigkeitshaushalt wieder einzupegeln und sich mental auf den ersten Wettkampf zum Thema Tarzan vorzubereiten.

Im kleinen Saal der Bergwirtschaft wurde die Wettkampfanlage aufgebaut. Es standen vier Scheiben für den Blasrohr-Wettkampf zur Verfügung. Die Männer waren nervös und nachdem die Wettkampfregeln klar waren, begann der spannende Wettkampf um Punkte. Jeder Schütze erhielt einen weissen Pfeil als Probeschuss und anschliessend drei weitere Pfeile für den Wettkampf auf die 10er-Scheibe. Der Sieger musste schliesslich durch zwei weitere Ausscheidungsrunden, mit jeweils einem einzigen Schuss, ermittelt werden. Der glückliche Gewinner Fredy Rickenbacher erhielt den Naturalpreis und die übrigen Teilnehmer nochmals die Gelegenheit auf die Scheiben zu schiessen.

Endlich, nach dieser grossen Anstrengung, ging es zurück in den Esssaal zum Nachtessen. Einige der Männer genossen das einladende Käsebüffet mit einer grossen Auswahl von regionalen Käsespezialitäten und die Übrigen, das Menü mit Reis und Stroganoffgeschnetzeltem. Der Koch hatte ausgezeichnete Arbeit geleistet und das Meringue-Glace rundete das üppige Mahl bestens ab.

Während des Essens wurden die Teilnehmer nun über das Programm "Tarzan-Hardcore" und "Tarzan- Präzision" orientiert. Die kurze Überlegungspause wurde noch für einen Wechsel des Programm's genutzt. Und so war es klar, dass 12 Männer sich für den Hochseilpark und 9 Männer für das Bogenschiessen entschieden hatten. Für viele war dies vermutlich auch der Grund bereits frühzeitig zu Bett zu gehen.

Der Morgen begann, wie immer, bereits in den frühen Morgenstunden. Während bei Einigen die biologische Uhr auch für das Wochenende nicht abgeschaltet werden kann, haben Andere keine Mühe auch länger schlafen zu können. Doch nach dem Morgenessen, ebenfalls aus frischen Produkten der Region, starteten wir den zweiten Tag unserer Reise. Die Wanderung führte uns quer durch die Moorlandschaft Richtung Roosweid und schliesslich hinunter nach Sörenberg.

Die Gruppe bestaunte den Hochseilpark und Einige stellten die Entscheidung des Vortages in Frage, doch entschieden ist entschieden. Schnell das Gruppenfoto und die beiden Gruppen trennten sich. René, der Betreiber des Hochseilpark's, nahm zur gleichen Zeit am 1. Walking-Event des Entlebuchs, dass er selbstverständlich auch selbst organisiert hatte, teil. So wurden wir von Stefan und Edith herzlich ermpfangen. Wir erhielten unsere Traggestelle und Jeder seinen Partner. Nach einer Instruktion und den ersten praktischen Übungen folgte die letzte Kontrolle und schliesslich der gesicherte Aufstieg zur Plattform auf 9 Meter über Grund. Oben ging es gleich zur Sache, denn es galt die zahlreichen Übungen zu absolvieren. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es am Anfang wirklich Überwindung und nicht Mut brauchte, trotz Sicherung über einen Holzbaum zu balancieren. Einzelne, der verschiedenen Aufgaben forderten ausserdem auch gehörig an Kraft, um sie lösen zu können. Doch jede gelöste Aufgabe bedeutete schliesslich auch einen persönlichen Erfolg. Mit der Zeit konnten die Übungen schliesslich freihändig, rückwärts oder mit verschlossenen Augen (soweit waren wir noch nicht) durchgeführt werden. Es war eine "berauschende" Zeit.

Die absoluten Höhepunkte des Hochseilpark's folgten nach dem Abseilen von der Plattform. Je die Hälfte der Gruppe startete am "Giant Swing" und die andere Hälfte am "Pamper Pole". Diese beiden Ausdrücke stehen für einen unglaublichen Adrenalin-Schub (Adrenalin ist ein Stresshormon, welches den Körper zum Kampf oder zur Flucht vorbereitet). Während man bei "Giant Swing" von den übrigen Männern an einem Seil heraufgezogen wird, um anschliessend sich selbst auszuklinken und schliesslich wild hin und her zu schwingen, muss beim "Pamper Pole" ein 9 Meter hoher Holzstamm bestiegen werden. Oben muss man sich auf die Fläche von 30 cm stellen, eine halbe Drehung um die Körperachse machen und schliesslich den Schritt ins Blaue wagen. Man verliert beinahe den Verstand, so wird man von den Emotionen gepusht. Einfach Mega!!

Zur gleichen Zeit übte sich die zweite Gruppe mit den für Tarzan so typischen Waffen Pfeilbogen, Blasrohr und Steinschleuder. Unter fachkundiger Anleitung erlernten die Männer die Grundtechnik und konnten diese auch gleich in spannenden Gruppenwettkämpfen unter Beweis stellen.

Beinahe pünktlich um 13:00 Uhr traf sich die ganze Männerriege im In-Restaurant "Go-In" zum Spaghetti-Plausch. Als Abschiedsgeschenk gab es schliesslich noch eine tolle Thermosflasche aus Aluminium und die Gewissheit noch rund zwei Stunden Fussmarsch vor sich zu haben. Schliesslich nahm die lustige Truppe den restlichen Weg unter die Füsse. Glücklich waren jene Männer, die von der netten Bäuerin zum Birkenhof gefahren wurden. Dafür organisierten sie einen Zwischenhalt bei bestem "Birkenhof-Kaffee" und kühlem Bier. Die abschliessende Wanderung führte uns schliesslich entlang der "Kleinen Emme" nach Flühli und als letzten Höhepunkt zu den Kneippanlagen der Schwanderalp.

Frau Maria Christen, Administratorin der Führerinnen der Genossenschaft Flühli Wasser, weihte uns während rund einer Stunde in die Geheimnisse des Dr. Kneipp ein. Wir erhielten die Möglichkeit, in einer Art "Schnellbleiche", denn auch richtiges Kneippen benötigt pro Anwendung rund zwei Stunden Pause, die unterschiedlichsten Anwendungen kennen zu lernen. Vor allem das abschliessende Wassertreten im 6° "warmen" Wasser liess nicht nur die Füsse erschaudern, sondern führte auch zu einer speziellen Erholung bevor wir im Restaurant/Pizzeria Fürstei unser wohlverdientes Nachtessen geniessen konnten.

Die Rückkehr nach Zeglingen bot noch den allerletzten, wenn auch nicht geplanten Höhepunkt, mussten wir doch in Bern innerhalb von 12 Sekunden vom Perron 1 auf das Perron 7 gelangen, wo der Intercity nach telefonischer Ankündigung auf unseren verspäteten Zug gewartet hatte.

In den nachfolgenden Kapiteln befinden sich rund 270 Bilder (aus 600 Bildern), die unsere interessante Reise dokumentieren.

Viel Vergnügen ...



Vorbereitung ¦ Bericht ¦ Anreise ¦ Höhenwanderung ¦ Silwängen ¦ Höhle ¦ Salwidili ¦ Blasrohr ¦ Nachtessen ¦ Abstieg ¦ Hochseilpark ¦ Pamper Pole ¦ Giant Swing ¦ Präzision ¦ Emme-Uferweg ¦ Kneippen ¦ Rückreise ¦ Turnfahrt 2006