Turnfahrt Piemont
5. - 7. September 2003
Was bisher geschah ...

die "kleine" Velotour hat ihr Ende gefunden. Viele waren sicher froh, dass wir von unserem Car erwartet wurden ...

mit dem letzten Kraftaufwand erreichten wir die kleine Ortschaft Gallo d'Alba rund 10km von Alba entfernt. Selbst der Plattfuss am Velo von Jaques konnte keinen wirklichen Unmut mehr auslösen, passierte er doch wenige Meter vor unserem nächsten Treffpunkt bzw. vor unserem wartenden Car.



Nach kurzer Pause, die genutzt wurde um die Velos wieder zu demontieren, im Car zu verstauen und sich kurz umzuziehen, zog die fröhliche Männerschar zum Eingang der Grappa-Distillerie Dott. Mario Mantanaro.
Im Verkaufsladen wurden wir nicht vom Dottore selbst sondern von einer charmanten Verkäuferin erwartet, die uns anschliessend durch die Räumlichkeiten der Distillerie führte. Wir konnten die impossanten Kupferkessel und das umfangreiche Leitungsnetz betrachten, sowie die vollständige Versiegelung der Anlage für die Alkoholkontrolleure des Staates ...

im eigentlichen Lagerkeller trafen wir auf die bereits gebrannten "Wasser" der vergangenen Jahre.

Was vielen Männern unter anderem auch dem Schreiber dieses Berichtes entgangen war, ist die Tatsache, dass Grappa nach dem Brennen rund 78% Alkohol besitzt und erst für die effektive Abfüllung mit destilliertem Wasser vermischt wird und dadurch die gewünschten 38 - 45% Alkoholprozente erreicht.



und so kam es, dass den ungeübten Grappageniessern oder Jenen, die im hinteren Bereich des Kellers standen, die Hälse kurz aber heftig brannten ...
dieses Bild lässt sich jedoch nicht durch den Genuss des "Brandwassers" erklären, denn unser europäischer Gast trinkt bekanntlich nur Cola-light oder Cola verdünnt,



nein es war seine Hilfsbereitschaft, im richtigen Moment für die charmante Dame ein Papiertaschentuch zur Hand zu haben und somit aushelfen zu können ...
nach einer überaus interessanten Besichtigung folgte schliesslich die angekündigte Degustation. Diese Degustation hatte es in vielen Sachen in sich ...

- die charmanten Damen schenkten überaus grosszügig ein ...
- es wurde vom einfachen Grappa bis hin zum 15jährigen Luxusprodukt eingeschenkt ...
- die beigelegten Haselnüsse schmeckten ausgezeichnet ...
- und wurden nur noch von den herrlichen Grappa-Schoggis übertrumpft ...
- wer sich nicht mehr sicher war, welcher Grappa ihm den nun zugesagt hatte

probierte eben nochmals ...



und selbst als das Münz ausging, liessen sich die beiden Verkäuferinnen nicht aus der Ruhe bringen und bewältigten den grossen Ansturm auf die leckeren Delikatessen ...


und wer nochmals die schönen Flaschen betrachten möchte, der klicke mich und geniesst nochmals einen Blick in die Regale der Distillerie ...

gute Planung und unser Car machten es möglich, dass ein jeder mitgereiste Männerriegler zu seinem kleinen Sack mit wertvollen Inhalt kam und diesen stolz umherzeigte ...



jetzt fehlte nur noch die Rückfahrt nach Alba und die Vorbereitung auf das Nachtessen in La Morra ...